Der Vorstand

Vereinsinfo

Landfrauen Verein Rodenbach feierte 65-jähriges Bestehen

Helga Ditter erhielt Lob „Vergnügen und Bildung zu vereinen“

Der Landfrauen-Verein Rodenbach feierte sein 65-jähriges Jubiläum im geschmückten Saal vom Bürgerhaus in Niederrodenbach. Die Vorsitzende Helga Ditter begrüßte zu Beginn der besonderen Jubiläumsveranstaltung einige Ehrengäste. Die Bezirksvorsitzende der Helga Beck überbrachten die Glückwünsche zum 65-jährigen Jubiläum und lobte den Fleiß und das Engagement aller Mitglieder im Landfrauen-Verein Rodenbach im Besonderen. Zusammen mit ihrer Stellvertreterin Annelie Gleitsmann übergab sie ebenso wie die Regionalmarktleiterin der Raiffeisenbahnk Rodenbach, Gabriele Viel, ein „Jubiläumsgeschenk im Umschlag“ an Helga Ditter.

Der 1. Beigeordnete Helmut Schwindt überbrachte die Grüße von Bürgermeister Klaus Schejna und gratulierte zum 65-jährigen  Bestehen des Vereins. „Der Landfrauenverein ist aus dem gesellschaftlichen Leben in Rodenbach nicht mehr wegzudenken. Er ist die Anlaufstelle für Frauen – nicht nur in Rodenbach“ begann Schwindt sein Grußwort.

Der Landfrauenverein entfaltet zahllose Aktivitäten in Rodenbach. Von den vielen Ausflügen sind besonders die Ausflüge zu den Weihnachtsmärkten ein großer Anziehungspunkt. Sie schaffen es in vorbildlicher Weise, Vergnügen und Bildung zu vereinen, wenn sie z.B. eine Nudelfabrik besichtigen oder eine Imkerei besuchen. Die informativen Vorträge zu einer Vielfalt von Themen finden immer viele begeisterte Zuhörer! Deshalb freue ich mich, Ihnen heute zum 65-jährigen Bestehen gratulieren und Ihnen die Anerkennung des gesamten Gemeindevorstandes für Ihr erfolgreiches Wirken aussprechen zu können“ stellte der 1. Beigeordnete fest.

Alle die auf dem Lande leben wissen, dass das  Landleben seit je von den Frauen geprägt wird. Schwindt fragte in die Runde der Jubiläumsgäste: „Was wäre ein Hof ohne Bäuerin, was ist, wie man heute schon aus einschlägigen Fernsehsendungen erfahren kann, was ist ein Bauer ohne Frau? Diese Tatsache brachte nicht automatisch mit sich, dass die Arbeit der Bäuerinnen anerkannt wurde, dass den Frauen gleiche Rechte zugestanden wurden oder dass sie in den entscheidenden Gremien angemessen vertreten wären. Deshalb gründeten sich bereits vor über 100 Jahren die ersten Landfrauenvereine. Ganz so lange besteht der Zusammenschluss in Rodenbach noch nicht: Er wurde im Jahre 1951 aus der Taufe gehoben, um die Situation der Landfrauen zu verbessern“ erinnerte Helmut Schwindt die Gründungszeiten.

Kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs und dem Untergang des Nazi-Regimes galt es in jeder Hinsicht neu anzufangen. „Wir waren froh, dass die Schrecken der vergangenen Jahre ein Ende hatten, aber es erforderte große Anstrengungen, die Ernährung der Bevölkerung sicherzustellen. Wenige Jahre später brachten Überkapazitäten, der Einzug der Technik in die Landwirtschaft und ein sich schließlich global erweiternder Markt neue Herausforderungen. Dass es in Rodenbach und vielen anderen Gemeinden unseres Landes gelungen ist, Betriebe wettbewerbsfähig zu erhalten und neue Existenzgrundlagen zu schaffen, das ist auch das Verdienst der Landfrauen. Denn sie ergriffen oft die Initiative und legten viel Tatkraft an den Tag“ lobte Schwindt die Mitglieder.

„Agrarwirtschaft ist längst nicht mehr der einzige Berufszweig, der hier ausgeübt wird, auch auf dem Land hat die Beschäftigung im Dienstleistungssektor zugenommen. Natürlich gibt es nach wie vor landwirtschaftliche Betriebe, große und kleinere Höfe, von denen eine ganze Familie lebt. Aber oftmals ist die Hofbewirtschaftung nur mehr ein Nebenerwerbszweig. Ihre Besitzer gehen hier in der Gemeinde oder außerhalb anderen Berufen nach. Und die Menschen, die auf dem Land leben, sind nicht alle hier geboren, sondern zum Teil erst im Lauf ihres Lebens hierher gezogen, weil sie bei uns günstigeren Wohnraum oder eine gesündere sowie sicherere Umgebung fanden“ bestätigte Schwindt den „Werbeslogan: Natürlich Rodenbach“

Die Landfrauen luden anschließend zu Kaffee und dem allseits beeindruckenden und hervorragenden Kuchenbuffet, das seinesgleichen sucht, ein.

 

Text & Fotos ©Anton Hofmann, Hanauer Anzeiger